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Seit 1998 werden abwechselnd an einer
eigens errichteten Mauer Skulpturen-Installationen ausgestellt, die
sich mit der Schwerfälligkeit der Menschen Neuem gegenüber
beschäftigen.
Von 1998 bis 2005 wurden zu diesem Zyklus
drei lebens- bzw. überlebensgroße Skulpturen erstellt,
die alle eine Gemeinsamkeit aufwiesen:
Alle drei steckten mit
einem oder mehreren Körperteilen in einer Mauer.
War bei "kopflos" der Kopf in und der Körper ausserhalb der Mauer,
wart
dies bei "bewegungslos" umgekehrt. Hier steckte der Körper -
versinnbildlicht
durch die Beine - in der Mauer und der Kopf war ausserhalb.
In
der Mauer sein stellt die Starrheit dar, fest an Dingen zu harren,
nicht
beweglich zu sein.
So
ist es bei "kopflos" der Kopf , d.h. sein Denken, das am Alten
festhielt,
nicht jedoch sein Körper, d.h. sein Tun.
"bewegungslos"
sollte das Gegenteil darstellen. Der Mensch der gerne Dinge tun
würde,
sie jedoch aus bestimmten Zwängen z.B. gesellschaftlichen Normen
nicht
macht. Sein Kopf, d.h. seine Ideen und Wünsche sind frei und
modern,
sein Handeln bleibt beim Alten, die Füße sind ihm gebunden.
"Flieger" war anders. Er war bereits raus
aus der "Mauer", war unterwegs mit neuen Ideen ins neue Jahrtausend.
Doch er wurde gebremst durch die Mauer, sprich
die alten Vorstellungen, Meinungen, Vorschriften und Bürokratismus.
Die aktuelle Skulptur "kein Platz hier" unterscheidet sich von den
bisherigen dadurch, dass weder ein Mensch dargestellt wird noch
irgendein Teil der Skulptur in der Mauer steckt.
Die Ideen der vorhergegangenen Skulpturen, Menschen darzustellen, die
mit neuen Ideen unterwegs sind, wurden in Abensberg nicht akzeptiert.
So gibt es jetzt diesen von mir dargestellten "modernen" Menschen in
Abensberg nicht mehr. Der Stuhl auf dem er Platz gefunden
hätte ist leer und verlassen. Selbst wenn, es wäre hier nicht
mehr möglich, auf diesem Stuhl sich niederzulassen.
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