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gelb Wellenspiel
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Kunstmeile
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EXIT
| 1998

"Wellenspiel"
2008
  - Dauerausstellung -

Kunst und Bauen
Wettbewerb
Gemeinde Marklkofen

Zwei Betonwände je 5m lang, 2,5m hoch, 25cm dick, ca. 12 Tonnen schwer, 48 Lärchenholz- Rundlinge je 12cm Durchmesser, 3m lang





Aufbauarbeiten, 18.10.08

"Wellenspiel"

Zwei Stahlbetonwände mit je 48 runden Aussparungen stehen sich in einem Abstand von ca. zwei Metern parallel gegenüber. Durch die Löcher sind fest verankert Rundhölzer eingebracht. Die Anordnung der Rundhölzer ist so gestaltet, dass sich die Form einer Welle ergibt. Auf den äußeren Seiten der beiden Mauern stehen die Rundhölzer ca. 20 cm über.

Die Arbeit symbolisiert einen Fluss, der durch menschliche Eingriffe und künstliche Baustoffe in eine Art Korsett gezwängt ist. Die Fortsetzung der Rundhölzer an den Außenseiten symbolisiert die Unmöglichkeit, die Natur auf alle Arten zu bändigen (Bezug zum Nahe gelegenen Vilstalstausee).

Die Skulptur dient des weiteren - wie in der Auslobung gefordert - der Bespielbarkeit:

Die kindliche Entwicklung wird entscheidend durch verschiedenste Bewegungserfahrungen bestimmt. Kinder haben ständig einen Drang zum Laufen, Klettern, Rutschen, Springen usw. Diese Bewegungserfahrungen sind für eine nachhaltig gesunde Entwicklung von Körper, Geist und Seele wichtig.

Die Kinder können die Skulptur in unterschiedlichster Weise bespielen: über die Welle klettern, darunter durch oder auch an den überstehenden Rundhölzern hochklettern. Zusätzlich bieten sich erweiterte Bewegungsformen an, die in der Regel mit herkömmlichen Spielgeräten nicht zu erbringen sind. Neben dem Klettern, Springen, Steigen und Herunterspringen können verschiedenste Körperbiegungen bzw. Körperverwindungen ausprobiert werden, indem man sich durch die „Welle“ bewegt. Dabei ist es notwendig, abwechselnd zu buckeln und sich dann wieder ins Hohlkreuz zu bewegen, sich zu ducken und wieder lang zu machen und sich an den Stämmen entlang zu ziehen.

Die auf den Körper wirkende Schwerkraft wird in einer neuen Art erfahren, wenn man sich nur mehr krabbelnd und liegende fortbewegen kann - neue Arten der Körpererfahrung entstehen. Der Fantasie der Kinder sind keine Grenzen gesetzt. So bietet es sich z. B. unter anderem an, sich auf dem Rücken liegend durch die „Welle“ zu bewegen.

Technische Daten


Historie

Bereits 2007 wurde der Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem mit Hilfe der Bayerischen Städtebauförderung die Ortsmitte von Marklkofen neu gestaltet werden sollte. Der Auslober erwartete sich hochwertige künstlerische Lösungen für bespielbare Skulpturen. Die Objekte sollten sowohl neuartige Spiel- und Bewegungserfahrungen ermöglichen als auch künstlerisch anspruchsvoll sein und einen Ortsbezug aufweisen (z. B. Vilstalsee).
Meine Skulptur wurde am 18.10.2008 fertiggestellt. Da nun noch Landschaftsarbeiten durchgeführt werden müssen, ist erst im Frühjahr 2009 mit der offiziellen Einweihung bzw. Eröffnung des Platzes und der Skulpturen/Spielgeräte zu rechnen.