Zwei
Stahlbetonwände mit je 48 runden Aussparungen stehen sich in einem
Abstand von ca. zwei Metern parallel gegenüber. Durch die
Löcher sind fest verankert Rundhölzer eingebracht. Die
Anordnung der Rundhölzer ist so gestaltet, dass sich die Form
einer Welle ergibt. Auf den äußeren Seiten der beiden Mauern
stehen die Rundhölzer ca. 20 cm über.
Die Arbeit
symbolisiert einen Fluss, der durch menschliche Eingriffe und
künstliche Baustoffe in eine Art Korsett gezwängt ist. Die
Fortsetzung der Rundhölzer an den Außenseiten symbolisiert
die Unmöglichkeit, die Natur auf alle Arten zu bändigen
(Bezug zum Nahe gelegenen Vilstalstausee).
Die Skulptur
dient des weiteren - wie in der Auslobung gefordert - der
Bespielbarkeit:
Die kindliche
Entwicklung wird entscheidend durch verschiedenste Bewegungserfahrungen
bestimmt. Kinder haben ständig einen Drang zum Laufen, Klettern,
Rutschen, Springen usw. Diese Bewegungserfahrungen sind für eine
nachhaltig gesunde Entwicklung von Körper, Geist und Seele wichtig.
Die Kinder
können die Skulptur in unterschiedlichster Weise bespielen:
über die Welle klettern, darunter durch oder auch an den
überstehenden Rundhölzern hochklettern. Zusätzlich
bieten sich erweiterte Bewegungsformen an, die in der Regel mit
herkömmlichen Spielgeräten nicht zu erbringen sind. Neben dem
Klettern, Springen, Steigen und Herunterspringen können
verschiedenste Körperbiegungen bzw. Körperverwindungen
ausprobiert werden, indem man sich durch die „Welle“ bewegt. Dabei ist
es notwendig, abwechselnd zu buckeln und sich dann wieder ins Hohlkreuz
zu bewegen, sich zu ducken und wieder lang zu machen und sich an den
Stämmen entlang zu ziehen.
Die auf den
Körper wirkende Schwerkraft wird in einer neuen Art erfahren, wenn
man sich nur mehr krabbelnd und liegende fortbewegen kann - neue Arten
der Körpererfahrung entstehen. Der Fantasie der Kinder sind keine
Grenzen gesetzt. So bietet es sich z. B. unter anderem an, sich auf dem
Rücken liegend durch die „Welle“ zu bewegen.
Technische
Daten