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1998
gelb Bildstörung
| 1996


Bildstörung
1996


Skulpturenpark der Stadt Vilshofen

Thema: Stein



16 Betonstelen a 20 x 20 cm
auf Eisenplatten,
Holzkugel, rote Farbe







Das Objekt besteht aus 16 Betonstelen, die im Quadrat angeordnet sind. Im Zentrum befindet sich eine Kugel, rot lackiert, als Symbol für Bewegung, Energie und Leben. Das Objekt beschreibt den Raum eines Quaders, abstrakt gesehen eine ruhende und stabil stehende Form. 
Beim Blick durch die 16 Betonstelen kann nur von bestimmten Punkten aus das Zentrum erkannt werden. Die Blickrichtungen sind vorgegeben, das Zentrum nur mehr in bestimmten definierten Bahnen erkennbar, Abweichungen nicht zugelassen. 
Bewegt man sich um das Objekt, ist das Zentrum abwechselnd sichtbar bzw. durch die Stelen verdeckt. Das Zentrum kann beim Wechsel des Betrachtungsortes also nicht verfolgt werden. Durch dieses Wechselspiel entsteht der Eindruck, als bewege sich das Zentrum. 
Betrachtet man das Zentrum im Stillstand, so wird erkennbar, daß sich auch das Zentrum im Stillstand befindet, beengt, eingeschnürt und umzingelt durch die Stelen. 
Das Objekt versucht, uns unserer Wahrnehmungsweisen und dessen Folgen zu versinnbildlichen.



...Beinahe vergessen: Auch Kunststein ist Stein. Gut daß mich Klaus Schwendners "Bildstörung" an den Beton erinnert hat. Seelenlos wiederholte Gußquader, in deren Mitte eingezwängt eine rote, roh beschnitzte Holzkugel an ein Anderes erinnert ...

von Dr. Martin Ortmeier, Kunstverein Passau, 1997 zur Ausstellung "Stein" 1996 in Vilshofen



Schenkung "Bildstörung" offiziell übergeben

Die "Bildstörung" am Regensburger Torplatz gehört nun offiziell der Stadt. Künstler Klaus Schwendner hat sein Objekt am Donnerstag an Bürgermeister Dr. Uwe Brandl "übergeben". Es war ein symbolischer Akt, schließlich ist das Kunstwerk tonnenschwer. "Die 16 Betonpfeiler stellen moderne Bauten dar, die schränken den Blick auf das Wesentliche in Form der roten Kugel in der Mitte ein", erklärte der Künstler sein Werk in Kurzform.
Bürgermeister Brandl zeigte sich sehr erfreut über die Schenkung und sagte: "Es würde mich freuen, wenn es mehr Leute gäbe, die so aktiv wären". Brandl überreichte zum Dank eine Münze der Stadt Abensberg...
Die Bildstörung von Klaus Schwendner steht seit 1998 in Abensberg. Vorher war das Kunstobjekt zwei Jahre in Vilshofen ausgestellt.
Anlaß dafür war ein Wettbewerb, der alle zwei Jahre veranstaltet wird. 1996 war das Thema des Wettbewerbes "Stein". Schwendner hatte sich mir seiner "Bildstörung" beworben und sein Werk war das einzige, das angenommen wurde, das nicht aus natürlichem Stein besteht...

Mittelbayerische Zeitung, 28.Aug 99